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Neuerscheinung im Herbst 2012
»Die vier Theaterstücke von Rüdiger Heins gelten Menschen am Rande der Gesellschaft, seien dies nun Frauen aus einer islamischen Kultur, Strassenkinder, Tyrannen einer längst vergangenen Epoche oder gar Mystikerinnen, wie eine Hildegard von Bingen. Immer geht es dabei letztlich um die Vision einer menschlicheren Welt.
Der Autor spielt virtuos mit den verschiedensten szenischen Formen: vom lyrischen Drama über das epische Theater und das Dokumentarstück bis hin zum postdramatischen Theater unserer Tage, in dem Musik und Tanz gleichrangig neben den Text treten.
Das ist bestes postmodernes Theater, wie wir es so nur noch von Christoph Marthaler her kennen.« (Prof. Dr. Mario Andreotti, Dozent für neuere deutsche Literatur und Sachbuchautor)
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»Das alles erzählt Rüdiger Heins in seinem Stück ganz unaufgeregt. Das sich andere aufregen könnten, nimmt er in Kauf. Mutig, zumal sein intelligentes Stück nun zufällig in eine heiße Debatte geraten ist, um Äußerungen Thilo Sarrazins zur Integrationspolitik.« (Susanne Böhmer, SWR 2)
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»Rüdiger Heins bringt Brennpunkthemen auf die Bühne, wie sonst nur wenige. Deswegen schätze ich seine künstlerische Arbeitsweise sehr. Außerdem besitzt er den Mut, den man für diese Arbeit braucht! Die Themen, die er aufgreift, beschäftigen mich auch. Der Unterschied besteht darin, dass er die Empathie hat, aus sozialen Themen literarische Kulissen zu bauen. Das bewundere ich an ihm.« (Günter Wallraff, Köln)
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»Im URSTROM hat der Schriftsteller Rüdiger Heins vier Theaterstücke in Szene gesetzt, die vom Gilgamesch-Epos über die Mystikerin Hildegard von Bingen bis in die heutige Zeit mit ihren Wirrnissen reichen. Ihm geht es um die Menschen am Rande der Gesellschaft, egal ob es um Frauen aus der islamischen Kultur, oder Straßenkinder geht.
Er schaut hinter die Kulissen einer Gesellschaft, die nicht gerade menschlich mit am Rande lebenden Jugendlichen umgeht und im Drogenkonsum das suchen, was ihnen zu fehlen scheint, der aber kein Ersatz für entgangene Sehnsüchte nach Liebe und Geborgenheit sein kann. Die Erwachsenenwelt reagiert meist mit Ablehnung und entzieht sich der Verantwortung, in dem sie regelrechten Menschenrechtsverletzungen, die täglich auf der Straße passieren freien Lauf lässt. Durch dieses Stück: 'Fee: Ich bin ein Straßenkind', geht der Autor auf die Problematik aus Sicht der Betroffenen ein und zeigt die vertrackten Situationen der Straßenkinder in reichen Deutschland auf, die nicht zu den 'normalen Kulissen' der Gesellschaft gehören
In 'Allahs heilige Töchter' geht es um die Befreiung der Frauen aus der Gefangenschaft ihrer Männer, die ihren Töchtern die Ehemänner aussuchen, obwohl im Koran derartige Praktiken nirgends zu finden sind. Es geht um die Einschränkung der Freiheit mit rabiaten Mitteln, die bis zur Freiheitsberaubung und den Ausstoß aus dem Familienverband führen kann. 'Die Rechte der Frauen sind geheiligt. Seht zu, dass Frauen bezüglich der ihnen zustehenden Rechte gesichert sind.' So hat es der Prophet Mohammed verkündet. Nur die Praxis sieht anders aus. Viele junge islamische Frauen werden gezwungen Männer zu heiraten, die sie nicht lieben, weil der Vater und der Familienverband es anders bestimmen. Rüdiger Heins dramatisiert die Geschichte einer jungen Marrokanerin, die versucht der Familientradition zu entkommen und dabei in beängstigende Situationen gerät.
Um ein Fazit zu ziehen, diese vier Theaterstücke werden virtuos in verschiedensten szenischen Formen dargestellt, die vom lyrischen Drama bis zum Dokumentarstück reichen. Es ist richtig, was Prof. Dr. Mario Andreotti, er ist Dozent für neuere deutsche Literatur und Sachbuchautor über diese Stücke schreibt: 'Das ist bestes postmodernes Theater, wie wir es so nur noch von Christoph Marthaler her kennen.' « (Fritz Reutemann, Poet)

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